Ungewissheit und Unklarheit über Nutzen und Effektivität der Zahnspangenbehandlung des offenen Bisses im vorderen Zahnbereich bei Heranwachsenden und Jugendlichen

Eine neue systematische Übersichtsarbeit zur Studienlage (1.7.2015) über die Effektivität der Zahnspangenbehandlung zum Schließen eines vorderen offenen Bisses (Kieferorthopädische Indikationsgruppe O) zeigt ernüchterne Ergebnisse: die Auswertung von relevanten Studien dazu konnte zu keiner Aussage über die Effektivität solcher Behandlungen führen.
DAS HEIßT FÜR JUGENDLICHE UND DEREN ELTERN:
1. Die Behandlung eines offenen Bisses bei den Frontzähnen sollte nur unternommen werden, wenn der Jugendliche selbst ein Problem damit spürt und es selbständig äußert – eine präventive Behandlung des offenen Bisses ist nicht notwendig.
2. Die Behandlungsmöglichkeiten „Behandeln mit Zahnspange“ und „Nichtbehandeln“ bzw. „Beobachten“ sollten in Hinblick auf Kosten/Aufwand und Nutzen bewertet werden. Diese Bewertung muss aus der Sicht der Patienten erfolgen.
3. Das Belassen eines „vorderen offenen Bisses“ birgt nach heutiger wissenschaftlicher Erkenntnis höchstwahrscheinlich keine gesundheitlichen Gefahren (Karies, Kiefergelenkserkrankungen etc).
Quelle:
Effectiveness of the open bite treatment in growing children and adolescents. A systematic review

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DOI: http://dx.doi.org/10.1093/ejo/cjv048 First published online: 1 July 2015
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