ZAHNSPANGEN BEI JUGENDLICHEN: ZU FRÜH, ZU OFT, ZU LANG, ZU TEUER? Ja! Ja! Ja! Ja!

Die Westdeutsche Zeitung hat heute, den 29.11.2016, einen Bericht über eine Studie veröffentlicht, die ich mit Kollegen im September diesen Jahres publizierte und hier nachgelesen werden kann.

Der Artikel in der Westdeutschen Zeitung:

Als link

oder

als pdf: kfo_gesmonitor_wz_leben2016

 

Warum haben wir diese Studie durchgeführt?

Das Problem der Überversorgung in der Kieferorthopädie war unsere Hauptmotivation.

  1. Überversorgung schadet den Patienten.
  2. Überversorgung verursacht unnötige Kosten.
  3. Überversorgung schadet dem Berufsstand der Kieferorthopäden/Zahnärzten

 

Hauptursache für Überversorgung ist die mangelnde Aufklärung über die Möglichkeiten von Behandlung und Nichtbehandlung.

 

Uns war es daher besonders wichtig, zu erfahren, ob das SELBSTBESTIMMUNGSRECHT der Eltern und ihrer Kinder gewahrt wird. Zahnstellungen bedrohen kaum die Gesundheit und ob eine Zahnspangenbehandlung zu deren „Verbesserung“ stattfinden soll, MUSS mit den Kindern und deren Eltern gemeinsam stattfinden. Dazu benötigen Kinder und Eltern z.B. VERSTÄNDLICHE INFORMATIONEN  über die Risiken und Belastungen der Behandlung, über die Risiken und Behandlungen der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten aber eben auch die Nichtbehandlungs-Möglichkeit.

Weiter war uns wichtig Daten zu sammeln, ob unnötige Maßnahmen wie lose Zahnspangen verwendet werden, die zu unnötig langen Behandlungszeiten führen. Denn unnötig lange Behandlungszeiten (über 18-24 Monaten) führen zu höherem Kariesrisiko, höheren Kosten und höheren Aufwand und Belastung für Eltern und Kinder.

Wir wollten ebenfalls herausfinden, ob unnötige Zuzahlungen zu ohnehin von der Krankenkasse finanzierten Zahnspange verlangt werden. Es ist erstaunlich, dass zum Beispiel die selbstligierenden Brackets / mit selbstschließmechanismus keine Vorteile gegenüber den „normalen“ Brackets zeigen: weder in Behandlungsdauer, weder bei den Schmerzen zu Beginn der Behandlung noch in der Anzahl der nötigen Termine beim Kieferorthopäden.

Der EINZIGE UNTERSCHIED IST IM PREIS:

Selbstligierende Brackets müssen von den Eltern privat bezahlt werden.

„Normale“ Brackets werden von den Krankenkassen übernommen.

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