Kein Unterschied? Doch, im Preis!

Etwa bei 8 von 10 Zahnspangenbehandlungen auf Kosten der Krankenkassen müssen Eltern aus eigener Tasche zubezahlen.

Einer der häufigsten Gründe sind die angeblich „besseren“ selbstligierenden Brackets im Vergleich zu den „normalen“ oder „Sassenbrackets“ oder einfach Brackets ohne selbstligierendem Mechanismus.

Hier ein Vergleich, der auf wissenschaftlichen Studien basiert:

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3 Gedanken zu “Kein Unterschied? Doch, im Preis!

  1. Sehr geehrter Herr Kollege, solch eine Veröffentlichung, in der nicht einmal in aktive und passive „selbstlegierende“ Brackets unterschieden wird und Sie auch nicht angegeben, ob z.B. mit einem 010 Inch Biostarter usw. begonnen wurde, halte ich für unseriös. Wir haben in meiner Praxis mit vielen gängigen Bracketsarten vor 8Jahren die Schmerzsensation getestet (Visuelle Analog Skala), haben im Blindtest OK/UK gewechselt, wegen dem Wurzelgrößenunterschied. Da die Anzahl der Patienten nicht groß genug war, die Auslenkung natürlich nicht exakt vergleichbar ist auf Grund unterschiedlicher Zahnstellung, kam es zu keiner Veröffentlichung. Unsere Resultate waren bei abgeänderter Bogensequenz (z.B. Beginn 010 Biostarter, dann 012 Thermaly Plus usw.) bei annähernd vergleichbarer Zahnstellungen, deutlich weniger Schmerzsensation bei passiv SLBr, dann folgend in Abstufung aktiv SLBr bei stärkeren Bögen und dann konventionelle Brackets mit Gummiligaturen und 015 Twistflex – ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Variante der GKV. Dies würde auch die Studie von Bathwani unterstützen. Dies bedeutet nicht, das mit konventionellen herkömmlichen Standartbrackets keine gute Kieferorthopädie und entsprechende gute Resultate zu erzielen sind. Mit freundlichen Grüßen verbleibt Kollege Dr. Meiritz

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    • Lieber Herr Meiritz,

      vielen Dank für Ihr Kommentar, es freut mich, dass Sie meinen blog aufgesucht haben.

      Allerdings vestehe ich nicht, warum mein blog „unseriös“ sein sollte , denn die Informationen in der Tabelle zu den Bracketsystemen beruhen auf randomisiert klinische Studien die ich unter der Tabelle zitiert habe. In diesen Studien ist genau beschrieben, welche Bracketsysteme und welche Bogenreihenfolge verwendet wurden. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen diese Studien zuschicken.

      Zudem wurde bereits nachgewiesen (1) dass konventionelle Brackets in kürzer Zeit die Zähne nivellieren als passive SlB oder aktiven SlB und (2) dass kein Unterschied in der Dauer des Lückenschlusses besteht zwischen Slb aktiv oder passiv sowie konventionelle Brackets (Songra et al, Am J Orthod Dentofacial Orthop 2014, 145(5):569-78.)
      Inwieweit die Resultate Ihrer Studie aussagekräftig sind, kann ich anhand Ihrer Informationen nicht beurteilen. Dazu müssten Sie mir Ihre Methodenbeschreibung zuschicken. Allerdings werde ich nächster Zeit kaum die Möglichkeit haben aufgrund andere Projekte zur KFO-(Über)Versorgung. Sie können mir jedoch bitte genauer die von Ihnen unvollständig erwähnte Studie von „Bathwani“ zitieren – wie die Zitierung auch international üblich ist und ich sie auch in meiner „unseriösen“ Veröffentlichung getan habe.

      Als allerletztes möchte ich daran erinnern, was Sie bestimmt wissen, dass eine „ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Variante der GKV“ in der vertraglich regulierten KFO nicht festgelegt ist. Sie müssten mir schon bitte zitieren, wo genau geschrieben steht, dass z.B. 015 Twistflex und Gummiligaturen die GKV-Leistung sei.

      Die Beschreibung des BEMA-Z ist nämlich sehr Patienten- und Familienfreundlich (berufsethisch sehr respektabel) und dem BEMA-Z nach müssten alle Bracket- und Bogenarten GKV-Leistung sein. So z.B. steht unter der Nr. 126a keine Beschreibung der Bracketart. Ob das sinnvoll oder zeitgemäß ist oder ob es konkreter beschrieben werden müsste (von GKV und KZBV) ist eine andere Frage.

      Einseitige Leistungskonkretisierung und –definitionen sind sozialrechtlich nicht möglich und nicht gesetzeskonform, wie es kürzlich von KZBV und Co. getan wurde.

      Mit den besten Grüssen
      Ihr Kollege A.Spassov

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      • Sehr geehrter Herr Kollege Spassov, abschließend möchte ich die von Ihnen gern geforderten Publikationen stellvertretend für einige mehr nachreichen. “ Nivellierungseffektivität und inititiale Kraftsysteme verschiedener Bracket/Drahtbogen- Kombinationen bei kombinierter Zahnfehlstellung“ Med. Diss. Bonn 2012 – Sue Holtmann; dann Hisham M. Badawi et. al.( kanadische Kieferorthopäden) „Three Dimensional Orthodontic Force Measurements (Am J Orthod Dentofacial Orthop 2009;Volume 136: Number 4; Pages 518-528)“. Außerdem ging es mir nicht um die Zeit der Nivellierungsphase, sondern um die subjektive Schmerzempfindung der Patienten, die bei einer geringeren Krafteinwirkung bei passiven selbstlegierenden Brackets und entsprechend wie schon oben ausgeführten Bogensequenz durchaus direkt proportional geringer sein sollte. Genau dies entspricht den Befragungen und Ergebnissen in unserer Praxis.
        Mit freundlichen Grüßen verbleibt Dr. Meiritz

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